Umstrittene Sponsoren


"Art means nothing if it simply decorates the dinner table of the power which holds it hostage" -Adrienne Rich


Lobbyismus von RWE in der Kritik
10.000 Menschen haben für den «Worst EU Lobbying Awards» für die europaweit fragwürdigste und unlauterste Lobbyarbeit in der Kategorie Klimapolitik abgestimmt.

Klage gegen den Atomausstieg. Vattenfall will Entschädigung
Vattenfall verklagt Deutschland vor der Weltbank wegen Vernichtung von Vermögen. Der Konzern will sich die Stilllegung seiner AKW versilbern lassen.

Hedge-Fonds als Sponsor Nein Danke
Im Dezember 2011 zog sich die Lyrikerin Alice Oswald, die bereits 2002 für ihren Band „Dart“ mit dem prestigeträchtigen TS Eliot-Preis ausgezeichnet wurde, aus Protest gegen das Sponsoring von der 10 Titel umfassenden Shortlist des diesjährigen Preises zurück.

Indische Sportler_innen gegen Dow Chemical als Olympia-Sponsor
21 indische Athlet_innen wollen die Olympischen Spiele 2012 in London boykottieren.

Kunst statt Öl (englisch)
Seit 2004 führt Art Not Oil eine Kampagne gegen das Kultursponsoring großer Ölkonzerne. Sie hat Künstler und Möchtegern-Künstler ermutigt, den Schaden, den große Ölkonzerne wie BP und Shell auf der Erde anrichten in ihren Werken zu erforschen und die Rolle der Kunst, diesem Schaden entgegenzuwirken zu feiern, Lösungen zu suchen oder einfach die Stimmung zu heben.

Staying Loyal to Spoiling Oil
Among the list of anti-BP sponsorship organisations are Liberate Tate, Platform and Art Not Oil, who between them have come together to produce the publication: Not if but when: Culture Beyond Oil, a magazine dedicated to the hypocrisies of oil’s involvement in the arts. These organisations believe that rather than donating money to help support the financial difficulties currently faced by many arts institutions, BP’s motive is rather to change their reputation as a company that plunders the natural resources of third world countries for their own massive profits.

Poesie ohne Uranstaub
Die Bürgerinitative "Poesie ohne Uranstaub" hat 15.000 Euro gesammelt. Das ist genau der Sponsoringbetrag, den der Atomkonzern Areva für das Poetenfest in Erlangen bereit stellt und damit dem beliebten Literaturfest im Herzen Frankens seit sieben Jahren sein Logo aufdrückt.

Hier steht der kreative Protest noch aus:

Regierungsberater gesponsert
Ein Kölner Institut berät die Bundesregierung zum Strommarkt. Die Hälfte des Budgets wird von Eon und RWE getragen. Einen Einfluss auf die Inhalte hat das angeblich nicht.

Ein Blick hinter die Kulissen: die Klimawandel-Drehung des Heartland Instituts
Das Heartland Institut, selbsternannter Thinktank dient in Wirklichkeit zum Teil dazu, den Klimawandel zu leugnen, um sich darüber zu finanzieren.

Imagepflege andersherum

kritische Anmerkungen zu "Laut gegen Nazis"
Während beim Greenwashing die Konzerne sich darum bemühen, ein grünes Mäntelchen umzuhängen, bietet sich "Laut gegen Nazis" den Sponsoren als Butler an. „Laut gegen Nazis“ wirbt für die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“mit der Schirmherrschaft von Bürgermeister Olaf Scholz, schweigt jedoch zu den Abschiebungen von Roma-Familien, die der SPD-Senat vor Monaten begonnen hat; trotz vieler Proteste aus gewerkschaftlichen und kirchlichen Kreisen, vom Hamburger Flüchtlingsrat und vielen anderen. \\\